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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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Herders Gedichte.

Die ihr der Sappbo Töne wagt,Hört, was die Nachtigall euch sagt.Ein muntrer Spatz der seufzen will,O schwieg er mit den Seufzern still!Ein Lied voll Philomclens SchmerzErfordert Philomelens Herz.

Die Feldheimen»

Menschen waren einst, so lehret Plato,

Gute Menschen waren einst die Heimchen,

Die ihr Tagewerk mit Flciße trieben,

Kinder zeugten und den Acker bauten.

Bis mit ihren zauberischen TönenDreimal drei der Musen nicdecsticgen,

Und die Fluren mit Gesang erfüllten,

Und sogar die Vögel singen lehrten.

Ach, da standen sprachlos und entzücketUnsre fleißig-guten Ackerseelcn;

Und vergaßen ob der neuen Wollust

Arbeit, Kinder, Speis' und Trank und Schlummer»

Offnen Ohres, offnen Mundes hingenAm Gesänge der Göttinnen alle,

Wurden Amatoren, Virtuosen,

Famuli und Famula der Musen.