Erster Th eil. "
Inbrünstig schwingst du dich auf zum HimmelUnd schlüpfst bescheiden zur Erde nieder.
Demüthig nistest du tief am BodenUnd steigst frohlockend zum Himmel wieder.
Drum gab, o fromme, bescheidne Lerche,
Du über Beifall und Stolz erhob'ne,
Du munt're Freundin des frühen Fleißes,
Drum gab der Himmel dir auch zum Lohne,
Die unermüdlich-beherzte Stimme,
Den Ton der Freude, den langen Frühling.
Selbst Philvmele, die Liedcrgöttin,
Muß deinem langen Gesänge weichen.
Denn ach! der Liebe, der Sehnsucht Klage»
In Philomelens Gesang ersterben;
Das Lied der Andacht, der Ton der Freude,
Das Lied des Fleißes hat langen Frühling.
Das Flüchtigste.
Tadle nicht der NachtigallenBald verhallend - süßes Lied;
Sieh, wie unter allen, allenLebensfreuden, die entfallen,
Stets zuerst die Schönste flieht.
Sieh, wie dort im Tanz der HorenLenz und Morgen schnell entweicht;