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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
Seite
12
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Wie die Rose, mit AurorenJetzt iw Silberthau geboren,

Jetzt Auroren gleich erbleicht.

Höre, wie im Chor der TriebsBald der zarte Ton verklingt.

Sanftes Mitleid, Wahn der Liebe,Ach, daß er uns ewig bliebe lAber ach,, sein Zauber sinkt.

Und die Frische dieser Wangen,Deines Herzens rege Gluth,

Und die ahnenden Verlangen,

Die am Wink der Hoffnung hangen;Ach ein fliehend, fliehend Gut!

Selbst die Blüthe deines Strcbens,Aller Musen schönste Gunst,

Jede höchste Kunst des Lebens,

Freund , du fesselst sie vergebens;

Sie entschlüpft, die Zauberkunst.

Aus dem Meer der GötterfrcudenWard ein Tropfe uns geschenkt,

Ward gemischt mit manchem Leiden,Leerer Ahnung, falschen Freuden,

Ward im Nebelmeec ertränkt;

Aber auch im NcbelmeereIst der Tropfe Seligkeit;

Einen Augenblick ihn trinken,

Rein ihn trinken und versinken,

Ist Genuß der Ewigkeit,