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dige Tradition anknüpfen, so wären die Resultate wohl bessere.Hier und da heben sich schon einzelne Scheiks hervor, die an-fangen moderner zu arbeiten. Von Jahr zu Jahr mehrensich infolge direkter Verkehrsmittel die Verbindungsgliederzwischen Orient und Occident. Türkische Beamte senden ihreSöhne zum Studium an europäische Mittel- und Hochschulen,die Regierung selbst ihre Offiziere in deutsche Regimenter. Da-durch werden sie mehr und mehr mit dem Geiste und nicht nurmit der äußeren Form des Abendlandes vertraut; auf der anderenSeite lassen sich hochgebildete Abendländer an den Ufern desBosporus und des Niles dauernd nieder und dringen so tieferin morgenländisches Wesen ein, als früher, wo sie nur kurzeZeit in jenen Gegenden weilten.
In ganz besonders hohem Grade dürfte Deutschland be-rufen sein, eine Vermittlerrolle zu übernehmen, seit es in Berlinein orientalisches Seminar gegründet hat, an dem neben Euro-päern auch Orientalen lehren und dadurch sich in die Anschau-ungen, wie sie in dem deutschen Unterricht sich geltend machen,einleben müssen. Dies ist ihnen um so eher möglich, als inrichtiger Erkenntniß der Verhältnisse dem Seminar eine wesent-lich den praktischen Bedürfnissen entsprechende Einrichtung ge-geben ist.
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