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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
Entstehung
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Pindar ist im vergangenen Jahrhundert vielEhre widerfahren; seine zerstreueten Stücke sind auf-gesucht; ?r ist mehrmals gedruckt, vielfach erläutertund commentirt, übersetzt, nachgeahmc worden. AlsUeberfetzer haben Steinbrüchel, Damm, G e-dike u. a. zumal für uns Deutsche, wirkliches Ver-dienst; als Herausgeber, Sammler, Erläutcrer sindHeyne, Schneider, Hermann u. s. be-kannte, ehrenwerthe Namen. Hier tritt Pinda-rzu keinem andern Zwecke hervor, als sofern er, einheiliger Bote der Griechen, die Sagen seines Volksauslegt und anwendct.

Daß er dies thue, weiß jeder, der einige seinerGesänge gelesen: und wiewohl Einigen der Gedankenur als Entschuldigung gelten wollen, daß aus Ar-muth der Materie bei seinen Kampfspiclen und derPerson seines Siegers der Dichter in diesen altenLoostopf der Mythologie gegriffen, und dies oderjenes daraus gezogen: so lehrt doch die klärere An-sicht der griechischen Stamme, Familien, Staaten,ja der gesammelten Religion und Dichtkunst diesesVolks, daß der Grund hievon tiefer lag. Außer derMythologie, was sollte der Dichter singen? AusSagen ging ja die ganze Geschichte Grieche'nlands>