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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
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338
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538 VII. Homer

so manchen Gegenden und Städten neue Namen ga-ben. Was in den mittleren Jahrhunderten die Kreuz-züge auf Europa wirkten, war der trojanische Kriegfür's alte Griechenland wenigstens in der Fabel.

5. Bekanntlich war Homer nicht der erste, derden trojanischen Krieg sang; er hatte Vorgänger undhinter sich eine Reihe Nachfolger. Daß allen diesenMitwerbern um den Kranz damaliger Lieblingsge-sänge in Klein-Listen eine örtliche Veranlas-sung zum Grunde gelegen, ist wohl ohne Zweifel;die meisten von Bryant dagegen erhobene Beden-ken erweisen nichts als seine Armuth an poetischemGeschmack und ächtem Urtheil über die ältesten Aeit-fabeln. Da wir aber andern Theils nicht genau wis-sen, wann und wo diese Gesänge verfaßt sind? wasin ihnen bei der und j e n er Einrichtung hinzugesetztoder weggelaffen worden ? so bleibt hie und da den-noch das Urtheil schwer, warum dies und jenes alsoerzählt und bestimmt, jenes dagegen verschwiegen undkaum berührt worden? In dieser Rücksicht einezeit mäßige Geographie und Architekto-nik der homerischen Gesänge zu entwerfen, erforder-te die Hand eines Meisters; gewiß wird sie Heyneentworfen haben, so daß wir auch die Grenzen undLlrullen geschiedener Volkssagen unter seiner Anlei-,tung bemerken.

6 . Heist H omerus 'ein Mitsänger oderU e b ere in st i m m er des G esa ng e s *), so zweifle

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