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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
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291
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ein Günstling der Zeit.

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1.

Zst die Zlias und Odyssee vott dem-selben Dichter?

Als ich in jungen Iahten den Homer fast völ-lig noch als ein Mähtchen las, fragte ich unbefan-gen , ob das derselbe Homer sey> der die Iliasund die Odyssee gedickter? Man gab mir zur Ant-wort:Allerdings! nur war er dort jung, hier.alt;dort die ausgehende, hier die untcrgehcnde SonNe. "Ich ließ es Mir gefallen; nur deutete ich das Bildvon der aufgehenden und untergchcnden Sonne,(das meines Erachtens von Longin hier etwas un-passend angebracht war,) auf meine Weise. Die

Jliade war mir fortan ihrem Gebiet nach eikeMorgen-, die Odysse eine Abend Welt. So,sprach ich, gehet es dort zu iN Himmel undauf Erden; hier also. Der Ost - Homerund der Homer in Westen; beide sollen

in mir friedlich neben einander wohNcn. Ich

müsste ein kleines Buch schreiben, wenn ich die

Verschiedenheit beider Gedichte uNd der Dinge inihnen, ihrer innern Beschaffenheit und äußern Con-struction nach entwickeln wollte. Und doch würdeman vielleicht sagen: du träumest!*) Wie mich

Mas ich hier nicht ausführen kann, wünschte ichvon einem andern ausgeführt, nemlich die innereund äußere Verschiedenheit der Ilias und Odyssee-

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