Kleine griechische Gedichte. 281
Kraft den Gegnern entgegen und in der Versamm,
lung den Vorsitz.
Höre mich, höre mich, Königin! neig' cm günsti-
gcs Ohr mir.
An den Amor. *)
Gott der Liebe, du großer, reiner, lieblicher, süßer
Gott, mit dem Bogen und Pfeil und Flügeln feu-rigen Laufes,
Schnellen Anfalls, der mit Göttern und Menschen
sein Spiel hat.
Du streitbarer, doppelgestaltiger, der du den Schlüs-sel
Trägst zu Allem, zum himmlischen Aether, dem
Meere, der Erde,
sind was sterblichen Menschen die allgcbärende Göttin
Leben und Geist giebt, was der weite Tartarus ini?
hat,
sind das salzige Meer: von Allem bist du der Kö-nig.
Komm, ich rufe dich, Seliger, komm zu deinen
Geweihten
Reines Sinnes, und treibe von uns unsitkigeLustab.
*) Kömmt mit der 87. orphischen Hymne überein.
H.