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V. H y l r.
Zweite Hymne,
Nacht, Du Königin! die du das Reich der Sterne
beherrschest,
Und den Menschen dich zeigest im prächtigen Dia-deme :
Was die Sonne verbirgt, enthüllest du; weckest der
Ahnung
Hoffnungen auf, die droben sich baden im leuchten,
den Weltmeer.
Nacht, du Mutter der Dinge, du Mutter großer
Gedanken:
Selige, mächtige, sterticNgekränzte; die ewigen Kreis.
lauf
Uns enthüllet Und Ruh' uns zeigt in schnellester Re»
gung.
Ruhige Nacht, o du stille, du in der lautsten Ver»
sammlung
Einsame; Geberin ew'ger Gedanken und himmlischer
Traume.
Herzenerquickerin, labende Freundin, Mutter der
Menschen
Und der Götter, die droben walten in Auett des
Sternheers,
Sorgenentlasterin du, du Mutter lieblicher Träume,
Trösterin, Pflegerin du der Kranken. Aller Betrüb,
ten,
Aller Ermatteten Trost: die du sie dem jüngere»
Morgen
Wiedcrgebierst, und erzeugst ein neues Leben den
Menschen.
Komm, o Selige, komm, du Erwünschte! Haucht
mit deinem