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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
Entstehung
Seite
266
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»66 V. H y l e.

An den Frieden.

Die große Göttin Irene gebiert

Den Sterblichen Reichthum und Blumen süßen Ge?

sangs.

Auf künstlich schönen Altären flammt

Den Göttern die gelbe Flamme voll Opfcrdust

Von Sticresschenkeln und Bjollenheerden empor.

Die Jünglinge denken auf Spiel und FlötengesangUnd Lustbarkeiten; indeß den eisenbeschlagenen Schild-Der schwarzen Spinne Geweb' umhüllt,

Und den spitzigen Speer und das zweischneidige

Schwert

Der Rost benaget. Es tönt nicht mehr

Der ehernen Tuba Klang; er scheucht nicht mehr

Uns von der Augenwimper den süßen Schlaf,

Der unser Herz erquickt.

Flecken und Dörfer sind voll fröhlicher Gasterey'n,Und Gesänge der Liebe glanzen auf ihnen umher,

Bacchylides,

Das Schicksal.

Das Endeziel von Allem ist, o Sohn,

Beim hohen Zevs, der stcllt's wohin er will.Der Mensch ist sinnlos. Immer leben wirNur Einen Tag und wissen nicht, wie GottMit einem Sterblichen es enden werde.Indessen nährt die süße Trägerin,

Die Hoffnung uns, auch wenn zum NichtigenWir streben. Dieser hofft den nächsten Tag;