244 IV. Anmerkungen -c.
einer Inschrift nehmen wir gleichsam Besitz von demgeliebten Gegenstände; wir fühlen das Glück, daß,wenn wir ihn gleich nicht schaffen konnten, so kön-nen wir ihn dennoch, was so wenigen gegeben war,bestimmt denken und ausdrücken, genießen und unszueignen. So ists mit manchen Gegenständen desLeides und der Freude in unserm Leben : wir genießendoppelt, wenn wir uns den Genuß sagen; die Wolkedes Schmerzes entweicht, wenn wir uns ihre Ursacheund Wirkung klar und bestimmt entziffern. —> —
Indessen bei alle diesem Rubm und Nutzen seheman das Epigramm für nicht mehr an, als cs seynkann und seyn will: es ist ein vorübergehender,
entwickelnder treffender Gedanke, dessen Einkleidungzwar ein Kunstwerk, aber nicht die höchste Kunst ist.Es gehört auf den Fuß der Bildsäule; die Bild-säule selbst aber ist doch etwas Anderes.
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