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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
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237
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über das griechische Epigramm. 237

Damit ich nicht mißverstanden werde, setze ichsogleich dieses hingt. So sehr die Griechen denWitz liebten: so war das Epigramm des Spottsbei ihnen weder das Einzige noch das Erste. Zwarhat uns die Anthologie auch in dieser Gattung eineziemliche Menge schlechter und guter Sinngedichteaufbchaltcn; und da ich mich in meiner Sammlunglieber an mildere Gegenstände, die man öfter gernliefet, als an flüchtige Einfälle des Spottes gehaltenhabe: so mögen zum Behuf der Theorie wenigstenshier einige Proben, als eine lange Parenthese ste-hen :

Auf zwei Gemählde.

Fragst du, Menestratus, mich, was dein Dcukalion

wcrth sey?

Und dein Phaeton dort, den du in Flammen ge-

mahlt?

Beide sind werth des Schicksals, zu dem sie die Göt-ter erschufen,

Dieser der Flammen und der seiner ersaufenden

Fluth.

Die Eitle vor demSpiegel.

Nein, Kleopatra, nein! Dein Spiegel, glaube mir,

trüget;

Sähest du dich, wie du bist; sähest du nimmer

hinein.