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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
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Mithin werden die Worte Erwartung undAufschluß, die sich übcrdem nicht völlig entspre-chen, auch in solche verwandelt werden müssen, diemehrere Empfindungen in sich fassen und eine tiefe-re Befriedigung nicht ausschließen. Oder das Epi-gramm würde zu einem ermüdenden Spiel, zu einerverfliegenden Seifenblase.

Und welches wären etwa diese mchrfassende»Worte? -Mich dünkt, keine andere, als Darstel-lung (Exposition) und Befriedigung.*) DasDenkmal selbst würde uns vorgeführt, cs wirkte aufjede Empfindung, auf die es seiner Natur nach wir-ken konnte, bis cs den Umfang derselben ausgefül-lct hatte und dies wäre das Ziel der Aufschrift.

Ueberdcm sind Erwartung und Aufschluß demEpigramm nicht ausschließend eigen; sie müssen beieinem jeden Werk, das die menschliche Seele unter-halten soll, statt finden. Wehe der Epope, demDrama, ja selbst wehe der Geschichte, der philoso-phischen Abhandlung, sogar dem mathematischenLehrsatz, der keine Erwartung zu erregen weiß oderdiese nicht durch einen Aufschluß befriedigt! Weheaber auch einem jeden Werk der Kunst und Dicht-

') Bavassor nennt sie expysitloneirr et clurmru-Inm: die altern Lheoristen des Epigramms nen-nen sie inäicmtioneiir oder nsrratioiient et enn-cMsioneni. Der Vers» der Gedanken vonDeutschen llchigramrnstibirs Leipz. !i6g8.nennt sie protasin und apoäosin , welches allesauf Eins hinausläuft.