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wirklichen Denkmal und seiner Aufschrift aus, wel-che letzte er als einen Aufschluß zu jenem betrachtet.Hieraus entwickelt er die beiden nothwendigen Thci-le des Epigramms, die einige seiner Vorgänger zwarbemerkt, aber nicht scharf genug unterschieden hatten,und nennt sie Erwartung und A ufschl u ß.Mit Scharfsinn setzt er beide ins Licht und zeigt dieFehler dieser Art von Gedichten, sobald ihnen daseine oder das andere Stück mangelt. Seine Abhand-lung vcrräth auf allen Blättern den philosophischenGeist, der ihn auch bei der kleinsten Materie nichtverließ; und über die einzelnen Dichter sind gelehr-te Anmerkungen eingestreuct, die auf manche weite-re nützliche Untersuchung führen. —
Sollte indeß diese Entwicklung des Epigrammsso umfassend und genetisch seyn, als manche anderevortreffliche Theorie dieses philosophischen Dichters? —
Denn zuerst: wenn das Epigramm ein Ge-dicht ist, in welchem „nach Art der eigentli-chen Aufschrift" unsere Aufmerksamkeit erregt,gehalten und befriedigt werden soll, also, daß, wi.bei der wirklichen Jnscription das Denkmal selbstAufmerksamkeit gebietet, die Aufschrift diese erregte
ln'nno. Grvn§§or cle epigrarniriats liker. 12.V2ris. 166g. 1672. und in seinen Oxp. lbol'Lin-r. 170g. p. 85. Es ist also sonderbar, daßEavassorCap. 2. seiner Abhandlung sa-gen konnte: es habe vor ibm, außer den Schrift-stellern über die Poetik überhaupt, noch nie-mand besonders vom Epigramm geschrieben.