uns beinabe noch zu fern und kam erst durch denDienst eines fünften Sammlers, wenigstens einemTheil nach, in unsere Hände.
Im vierzehnten Jahrhundert nämlich gab Pla-nudes der Anthologie des Kephalas eine neue Ge-stalt : er ließ aus, er theilte ein, er setzte zwischen,
wie cs ihm beliebte; und diese planudische Compila-tion, die in den Händen der Zeit war, ward dieerste, die den Druck erlebte. Ein einziges Exemplarder Anthologie des Kephalas hatte sich in die Hei-delbergische Bibliothek gerettet, und siel glücklicherWeise, noch ehe dieser Schatz nach Rom gieng, demSalmasius in die Hände. Er nahm davon Ab-schrift: seine Abschrift vervielfältigte sicht man trugzu ihr allmahlig hinzu, was man von einzelnenStücken sonst entdeckte : man versprach, sie heraus-zugeben, rnM theilte einzelne Epigramme mit; bisendlich der, der es mit der wenigsten Bequemlichkeitthun konnte, am ersten zur That schritt, Rciske.*)Er gab einige Bücher der übrigen Anthologie desKephalas heraus, bis sich endlich ein zweiter Melea-ger gefunden**),- der aus dem meisten, was uns
*) Antdolog. graeo. I.ips. 17^4» Leich hatte diecarmiiia sexulcralla herausgegeben, und dieerotischen Epigramme ' mußte Neiske in dieurisLelianea IAps. noua zerstreuen, so daß wiralso durch ihn, wiewohl ohne seine Schuld, nichtsVollständiges bekommen konnten.
") Lrunll Ttnaleura veteruin poetar. ßiaecor. IVI — III, Argsiitor, 1.777.