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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
Entstehung
Seite
170
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17» kl. Nachlese

Wie die Blatter der Baume, so sind der Menschen

Geschlechter;

Aber der Sterbliche nimmt selten zu Ohren das

das Wort,

Daß er cs in der Brust bewahre. Die tauschende

Hoffnung

, Nahet jedem und stiehlt sich in der Jünglinge

Herz.

Leichten Sinnes, so länge der Jugend liebliche Blume

Blühet, schweifet der Mensch irrend in Traumen

umher;

Zn vergeblichen Träumen: Er denkt an Alter und

' Tod nicht;

Denkt, so lang' er noch blüht, nicht an den wel-kenden Herbst.

Unverständige Kinder, die also wähnen! Sie wissen

Nicht, wie im Fluge die Zeit Jugend und Leben

verweht.

Lern' es, Knabe, damit du fröhlichen Sinnes das

Leben

Ganz durchlebest und einst heiter zum Ziele ge-langst.

Das Orakel.

Als Alexander einst zu Ammons Sitze gelangt war,Und ihn Jupiter selbst nannte den göttlichen Sohn,Tragt' er den Vater um nichts, als um die Quelle

des Nilstroms,

Fühlete Schicksal und Glück, ruhen in eigener Hand.