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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
Entstehung
Seite
141
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aus der griechischen Anthologie. igr

Du dich hobest: so hat dich, Ladas, Mpron ge-bildet:

So schwingt, leicht wie die Luft, deine Gestalt

sich emvor

Voll von Hoffnung. Es schwebt ° auf äußerster

Lippe der Hauch ihm :

Seine gehöhlte Brust wölbet Verlangen hinauf.

Fast schon hüpfet das Bild von dem Fußgestelle zum

Kranz auf:

O der lebenden Kunst, leicht wie der athmcnde

Geist.

Der gelegene Augenblick,

von Lysippuö gebildet.

Bild, wer bist du?" Der mächtige Gott der Ge-legenheit bin ich.

Mit geflügeltem Fuß?" Der wie ein Zephyr

entfliegt.

Auf den Zehen?" Denn leise komm'ich und

schwebe vorüber

Nur an der Locke der Stirn fasset der Emsige mich.

Hinten am Haupte kahl?" Bin ich dir einmal

entwichen,

Haschest umsonst du nur; nimmer ereilest du mich.

Und das schneidende Messer in deiner Rechten?"

So schneidend

Ist auch der Augenblick meiner entscheidenden Macht.

Weises, lehrendes Bild ! " Für dich, o Sterbli-cher, lehrend

Setzte Lysippus mich hier dicht an die Pfort«

des Glücks.