aus der griechischen Anthologie. igr
Du dich hobest: so hat dich, Ladas, Mpron ge-bildet:
So schwingt, leicht wie die Luft, deine Gestalt
sich emvor
Voll von Hoffnung. — Es schwebt ° auf äußerster
Lippe der Hauch ihm :
Seine gehöhlte Brust wölbet Verlangen hinauf.
Fast schon hüpfet das Bild von dem Fußgestelle zum
Kranz auf:
O der lebenden Kunst, leicht wie der athmcnde
Geist.
Der gelegene Augenblick,
von Lysippuö gebildet.
„Bild, wer bist du?" Der mächtige Gott der Ge-legenheit bin ich.
„Mit geflügeltem Fuß?" Der wie ein Zephyr
entfliegt.
„Auf den Zehen?" — Denn leise komm'ich und
schwebe vorüber
Nur an der Locke der Stirn fasset der Emsige mich.
„Hinten am Haupte kahl?" — Bin ich dir einmal
entwichen,
Haschest umsonst du nur; nimmer ereilest du mich.
„Und das schneidende Messer in deiner Rechten?"
So schneidend
Ist auch der Augenblick meiner entscheidenden Macht.
„Weises, lehrendes Bild ! " Für dich, o Sterbli-cher, lehrend
Setzte Lysippus mich hier dicht an die Pfort«
des Glücks.