120 I. Blumen
Wie viel süßer den Kindern die eigne liebende
Mutter
Vor der Fremden; so ist uns vor dem Meere
das Land."
Die Grazien des Todlenreichs.
Die ihr auf diesen Bergen umhertreibt, weidende
Hirten,
Hört Klitagoras Wunsch, eines Begrabenen
Wunsch.
Laßt mir blocken die Schaafe, laßt hier sic weiden.
Der Schäfer
Sehe sich auf den Stein, spiele sein süßestes
Lied.
Und bekränze mein Grab mit den ersten Kindern
des Frühlings,
Und erquicke den Staub mir mit erfrischenderMilch.
Thut es, Hirten, dem Hirten. Auch bei den Ver-storbenen wohnen
Grazien und auch hier lohnen sie Liebe mit Dank.
Denkmale des Lebens.
Warum, o Denkmal, sind auf dich die Züge ger
graben ?
Hier ein Zügel, ein Korb, dorten ein rüstiger
Hahn?