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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
Entstehung
Seite
51
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aus der griechischen Anthologie. 5r

Setze mir auf den Kranz, der noch von den gestri-gen Salben

Duftet; es gab ihn mir ihre holdselige Hand.

Doch sieh' da! es weinet an ihm die Rose der Lie-be

Gute Rose, du weinst, daß mir die Liebliche

fehlt.

Das Auge.

Alles lieb' ich an dir; nur nicht dein lachendes

Auge:

Warum freuet es sich, Chloe, nicht einzig an

mir?

Die badende Venus.

Götter, ich wußt' es nicht, daß hier die reizende

Venus

Badet. Siche, da fließt nieder-ihr seidenesHaar

Längs dem Rücken. Verzeih, o Göttin, zürne dem

Auge

Des Unschuldigen nicht, der dich hier nacket ge-sihn.

Aber cs ist nicht Venus; es ist Nhodoklea; wie

reizend

Bist du, Mädchen! Du hast Venus die Schönegeraubt.