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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
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I> Blumen

Der Hafen.

Falsche Göttin des Glücks, und du süßtäuschende

Hoffnung,

Lebet wohl und betrügt, wen und wie lang' ihr

ihn wollt.

Ich bin jetzt in dem Hafen, ein armer Mann; aber

Freyhcit

Wohnet mit mir und Muth, reiche Tyrannen zu

fliehn.

Die tau sehende Hoffnung.

Wenn des Glückes Gefährte, die süsse Hoffnung,

zuweilen

Auch die Sterblichen tauscht, oder mit Zögern ge-währt ,

Was sie gewähret; wohl! ich bin ein Sterblicher,

zögernd

Nähre sie lange mein Herz, täusche mich lange

so süß. -

Gerne laß ich mich täuschen, und bin kein murren-der Weiser;

Flieht ihr Sorgen!" so singt täglich Anakreon

mir.