Vorrede.
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Kenner und Liebhaber aber laden sie dazu ein, so-bald die Muse ihm winket. Sehr angenehm istmirs gewesen, seit der Herausgabe dieser Blatternicht nur Uebcrsetzungen, sondern eigne Nachbildun-gen des griechischen Epigramms in mehrern Samm-lungen deutscher Gedichte zu finden, die mir dergriechischen Muse werth schienen, und ich freuctemich bescheiden, durch meine Versuche wenigstens zuder Form beigetragen zu haben, die einen Gedan-ken, eine Empfindung so schön fasset, so zart aus-drückt, und die unsrer deutschen Sprache, (einerSchwester der Griechischen, aber weniger als sic vomSchicksal begünstigt) so gemäß scheinet. Irre ichnicht, so wird diese Form des griechischen Epigramms,ihrer Reinheit und Wahrheit wegen, unsrer Sprachebleiben, und ihr auch dann noch angenehm seyn,wenn einige andre künstlichere Nachahmungen derGriechen, eben weil sie für uns nicht sind, ihre»Werrh ziemlich verloren haben möchten. Ich sehenoch mancher schönen Blume dieser Art mit Zuver-sicht entgegen, so daß, wenn eine günstige Hora eswill, vielleicht einmal eine deutsche Anthologie mitder griechischen um den Vorzug streitet.
Anmerkungen über die Anthologieder Griechen. Die seit einigen Jahren er-schienenen Vorarbeiten über Meleager, Leoni-das, und andere Dichter dieser Sammlung, nebstden Anwendungen derselben auf griechische Kunstwerke,insonderheit in dem alten Konstantinopel, nähern unsder Hoffnung, die Ausgabe einer erlesenen An-thologie nicht eben für Schüler, für welche siezuerst nicht gehöret, sondern für Männer zu sehen.