XIV
Vorrede.
Kampf aufgiebt, ist noch nicht besiegt. Der Streitüber Homer, so wie er ist geführt worden, bleibtimmer ein Fleck der deutschen Literatur unsers Zeit-alters. Was würde erst geworden seyn, wenn manvon der andern Seite sich ähnliche Waffen erlaubthatte! Der Wahrheit sind wir aber auch um keineLinie näher gekommen, vielmehr davon abgekommen;rmd wäre sie auch erreicht worden, so wäre durchVerlust des sittlichen Gefühls und der Achtung desbessern Publikums für die Literatur und den gelehr-ten Stand der erhaltene Gewinn gar sehr vermindert.
Auf die beiden Aufsätze im Anhang, dasGöttergespräch über Mahlerey undTonkunst, und Eäcilia wäre es unnöthig auf-merksam zu machen: die natürliche Eleganz, die
Grazie, die feine Entwickelung und Bcurtheilung bei-der Künste, kann nicht verkannt werden. In dieserArt der Behandlung solcher Gegenstände bleibt unserverewigter Herder der Einzige. *)
Göttingen, 1807.
Heyne.
*) Diese beiden Aufsätzt rverden im folgenden Banderscheinen. M.
ML. M