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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
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V. Lieder aus dem, Süd.

Ist es möglich, daß du LiebeAnnimmst von der rauhen Eiche,

Und lasst dein geliebtes BäumchenStehen sonder Frucht und Blüthe«

Du verlassest einen Armen,

Der wohl reich ist, und erwählestEinen Neichen, ha, wie dürftig!Wenn du Seclenrcichthum kenntest.

Du verlassest deinen edlenGazul und sechs Jahre Liebe;

Gibst die Hand dem Albenzaid,

Den du ja noch kaum erkennest!

Nun so geb' cs Altai Feindin,Daß er dich, wenn du ihn liebest,Tief verabscheu' und du weinen,Eifersüchtig müssest seufzen!

Daß im Bette du ihm Eckel,

Ihm am Tisch Verdruß erweckest,

Daß zu Nacht du keinen Schlummer,Tages keine Ruhe kennest.

Daß bei Tanzen und bei FestenNie du deine Farben sehest!

Nicht den Schleier, den du nahtest,Nicht den Ermel, den du sticktest.

Daß er den von seiner Buhle,Und mit ihres Namens Zuze,

Dir vor Augen trag', in SsielenDir auch zuzuschaun nicht gönne.