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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
Entstehung
Seite
94
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Iss. Vorrede

ibre tauend Gesänge über einen Leisten zieht uni»modelt, von dem jene nichts wufiten; so willkom-men die V.rbefferung für alle Meister und Gestllendes Handwerks seyn mag, und so viel sie an ihr,wie cs heißt, lernen mögen, für Sänger undKinder des Gesanges ist sie

purer purer Schneiderschere

Und trägt der Scheere Spur

nichts mehr vom großen vollen Herz

Der tönenden Natur.

Auch beim Uebersehen ist das schwerste, diesen Ton,den Ge sang ton, einer fremden Sprache zu über-traaen, wie hundert gescheiterte Lieder und lyrischeFahrzeuge am Ufer unster und fremden Sprachenzeiu-n. Oft ist kein ander Mittel, als, wennsunmöglich ist, das Lied selbst zu geben, wie es in derSvrache singet, es treu zu erfassen, wie es in unsübertönet, und festgcbalten, fo zu geben. AllesSchwanken aber zwilchen zwei Sprachen und Sinq-arten, des Verfassers und Uebcrsctzers, ist unaus-stehlich; das Ohr »ernimmts gleich und haßt denhinkenden Boten, der weder zu sagen noch zu schwei-gen wußte. Die Hauptsorge dieser Sammlung istalso auch gewesen, den Ton und die Weist jedesKetanges und Liedes zu fassen und treu zu halten.Diele Anmerkung mag wenigstens den Inhaltmancher Stücke rechtfertigen; nicht der Inhalt, son-dern ihr Ton, ihre Weise war Zweck derselben. Istdiese gelungen, klingt sie aus einer andern in unsreSprache rein und gut über; so wird sich in einemandern Lixde schon der Inhglt geben, wenn auch