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III. Vorrede
und bleibt Dante ihr größester Volksdichtet, nurist er nicht eigentlich mehr lyrisch.
Was sich für andre Stücke in diese Sammlung-verborgen haben, mag Buch und Register selbstweisen. Sie erscheinen unter dem bescheiden-sten Namen, „Volkslieder;" mehr also wieMaterialien zur Dichtkunst, als daß sie Dichtkunstselbst waren. Mein einziger Wunsch ist, daß manbedenke, was ich liefern wollte, und allenfalls höre,warum ich dieß und nichts anders geliefert habe kMich dünkt, cs ist weder Weisheit noch Kunst,Materialien für gebildete Werke, gcbrochnes Metall,wie cs aus dem Schoos der großen Mutter kommt,für geprägte klassische Münze., oder die arme Feld-und Waldblume für die Krone ansehcn zu wollen,damit sich König Salomo oder ein lyrischer Kunst-richter, der etwa mehr als er ist, krönet.
Endlich kann ich nicht umhin, noch mit ein paarWorten merken zu lassen, was ich für das Wesendes Liedes halte. Nicht Zusammensetzung dessel-ben als eines Gemähldes niedlicher Farben, auchglaube ich nicht, daß der Glanz und die Politurseine einzige und Hauptvollkommcnhcit sey; sie istsnämlich nur von Einer, weder der ersten noch ein-zigen Gattung von Liedern, die ich lieber Kabinet-und Toilettstück, Sonnett, Madrigal u. dcrgl. alsebne Einschränkung und Ausnahme Lied nennenmöchte. Das Wesen des Liedes ist Gesang, nichtGemahlde: seine Vollkommenheit liegt im melodischenGange der Leidenschaft oder Empfindung, den manmit dem alten treffenden Ausdruck: Weise nennen