III. Vorrede
76
Wenn mir das Glücke füget hätteDes Streits ein gutes Ende,
Dörft' ich nicht leisten diese Wette *)
Netzen mir Blut die hiere **) Wände.
In mehr als Einer deutschen Chronik finden sichalte deutsche Reiben und Volkslieder, von denen eini-ge sehr gute Stellen und Strophen haben. Ich will,was mir etwa bcifallt, hieher setzen: delin was fürmich nicht dient, kann für einen andern dienen, undinsonderheit dem nicht gleichgültig scyn, der sich ein-mal (der Himmel gebe bald) an eine Geschichtedeutschen Gesanges und Dichtkunstwaget. Ausser den beiden im ersten Theil geliefertenReihen über den P r i n z e n r a u b st) und HerzogWilhelm in Thüringen stehen in eben demSpangenberg noch zwei Stücke, ein Schimpf-lied über die Ge sc hl a g n e n K a i se r A d 0 lph sund ein ziemlich langes Lied über die BelagerungMagdeburgs, das Spangcnber g in das Deut-sche seiner Zeit gesetzt und das einige sehr gute Stro-phen, und, wie die meisten Lieder der Art, genaueUmstande der Sache selbst hat. Das erste ist auchin Glafcys sachs. Geschichte, das zweite inPomarii Chronik befindlich (S. 482.) In der Fort-setzung von Spangenbergs hennebergischcr Chro-nik ist im dritten Theil stst) ein Lied auf die Fehde
*) Strafe, Genugthuung.heilige.
st) Trillers sächs. Prinzenraub. S, 232. 235 .sch) Heims henneberg. Chronik. LH. 3 . S. 277 — 79.