zu den Volksliedern.
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Der Strom der Jahrhunderte floß dunkel undtrübe für Deutschland. Die und da bat sich eineStimme deS Volks, ein Lied, ein Sprüchwort, einRenn gerettet; meistens aber schlammig, und reißenes die Wellen sogleich wieder hinunter. Ich nehmelateinische Verse und Rcimchroniren aus, die zu mei-nem Zweck nicht gehören, so ist mir noch wenig zuGesicht gekommen, das den besten Stücken der Eng-länder, Spanier oder nordischen Völker an die Seitezu setzen wäre. Eckard hat ein kleines Fragmenteines altdeutschen Romans gerettet; schade aber, nurein kleines Fragment, das, wie cs da ist, nur durchSprache merkwürdig ist *). In Meiboms Samm-lung **) findet sich das Lied eines sächsischen Prinzen,der nach einer unglücklichen Schlacht sich dem Priesterzum Opfer geben mußte: es ist traurig, hat abernur noch Eine Strophe:
Soll ich nun in Gottesfrohnden "*) HändeIn meinen allerbesten TagenGeben werden und sterben so elende,
Das muß ich wohl klagen.
herausgegcbcn habe. Er steht, außer OpitzensAusgabe, in Schillers erstem Theil und in B 0 d-mers leider! nicht vollendetem Opitz.
*) Llrbzrä. Loniirieirt. bb'-rnc. orierrt. D. II.
x. 864.
**) Meibom, rer. Oerm. D. IH-
***) Priester,