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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
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III. Vorrede

sich gewissermaßen verewigt. Sie tönten in den dun-kelsten Zeiten , in dunkeln Tempeln und Chören la-teinisch , bis sie in der Sprache fast jeden europäi-schen Landes sich verjüngten und, wiewohl in verän-derter Gestalt, hie und da noch leben. Wir habenvon einigen sehr alte Uebersehungen in unserer Spra-che *), die merkwürdig sind, aber eigentlich hiehernicht gehörten.

Da ich von den verlohnten Barden gar nichtUnd von den Gedichten der Skalden zu Anfänge deszweiten Buchs reden werde, so fahre ich hier nur fortvon deutschen Gefangen und Volksliedern. Das älte-ste Stück, was hieher gehört, ist wohl König Lud-wig**), den ich, so viel möglich, in der Kürze undSchnelligkeit seiner Worte hier gebe. Schon als Liedvom Jahr L82. ist er merkwürdig, und seiner inner»Art nach nicht minder. Stücke aus Ottfricd, inson-derheit Strophe» aus der Vorrede: Ludwig derSchnelle, stünden ihm etwa von fern zur Seite.Anno's Gesang, eine Sprosse mit in unsres Opitz.Krone ***), schwebt darüber weg: er gehört unterLobgesange, nicht unter Volkslieder.

S. Eckhard lüommentar. cks rek>. p'rane.Orient. Dorn. II. p. 048. 8 o d i 1 t s r. Dbes.--ntchuit. IV I. Vieles in der Bibliothek zu Wiennach L ambeks Anzeige.

**) 5obiIter 1. II.

*") Der Deutlichkeit wegen merke ich an, daß Opitzihn nicht gemacht, sondern gefunden und zuerst