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II. Achnlichkcit der Mittlern
kleine Sammlung solcher Lieder aus dem Mundeeines jeden Volks, über di- vornehmsten Gegenständeund Handlungen ihres Lebens, in eigner Sprache,zugleich gehörig verstanden, erklärt, mit Musik be-gleitet. wie würde es die Artikel beleben, auf die derMenschenkennerbei allen Reisebeschreibungcn doch im-mer am begierigsten ist, „von Denkart und Sittender Nation! von ihrer Wissenschaft und Sprache!von Spiel und Tanz, Musik und Götterlehre." Vonallem diesem bekämen wir doch bessere Begriffe, alsdurch Plappereyen des Rei'cbcschrcibers, oder als
durch ein in ibrer Sprache aufgenommenes-
Vater-Unser! Wie Naturgeschichte Kräuter und Tbietebeschreibt, so schilderten sich bier die Völker selbst.Man bekäme von Allem ansichauendcn Begriff, unddurch die AehnÜchkeit oder Abweichung dieser Liederan Sprache, Znbalt und Tönen, insonderheit inIdeen der Kosmogonie und der Geschichte ihrer Vä-ter ließe sich auf die Abstammung, Fortpflanzungund Vermischung der Völker wie viel und wie sicherschließen!
Und doch sind selbst in Europa noch eine ReiheNationen, auf diese Weise unbenutzt, unbeschrieben.Esthen und Letten, Wenden und Sla-ven, Polen und Russen, Friesen undPreußen — ihre Gesänge der Art sind nicht sogelammlct, als die Lieder der Isländer, Dänen,Schweden, geschweige der Engländer, Her-fen und Britten, oder gar der südlichen Völ-ker. Und unter ihnen sind doch so manche Personen,betten cs Amt und Arbeit ist, die Sprache, Sitte,Denkart, alte Vorurtheile und Gebrauche ihrer Na-