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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
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II. Achnlichkeit dcr Mittlern

schon Helden - oder Thatcngcsang voll aller Kraft undalles Ganges dieser kleinen Lieder gäbe: ihr Deut-sche, wer würde nicht zulaufcn, horchen und staunen?Und er kann ihn geben; seine Romanzen, Lieder,selbst sein verdeutschter Homer ist voll dieser Ac-cente, und bei allen Völkern ist Epopee und selbstDrama nur aus Volkserzählung, Romanze und Liedwerden. Ja waren wir nicht auch weiter, wennselbst unsre Geschichte und Beredsamkeit den simpeln,starken, nicht übereilten, aber zum Ziel strebendenGang des deutschen Geistes in Tbat und Rede ge-nommen oder vielmebr behalten hatte: denn in denalten Ehroniren, Reden und Schriften ist er schonda. Die liebe Moral und die feine pragmatischePhilosophie würde sich jeder Machiavell doch selbstheraus finden können. Ja endlich wäre selbst unsreErziehung deutscher, an Materialien dieser Art rei-cher , starker und einfältiger in Rührung der Sinneund Beschäftigung der lebendsten Kräfte, mich dünkt,unsre Vorfahren in ihren Gräbern würden sich deßerfreuen und eine neue Welt ihrer wahreren Söhnesegnen.

Endlich (denn lasset uns auch hier KlopstocksSpruch erfüllen:

Nie war gegen das Auslandein anderes Land gerecht, wie Du!)

zeigte sich hier auch noch ein Ausweg zu Liedernfr.mder Völker, die wir so wenig kennen und nuraus Liedern können kennen lernen.