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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
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II. Ähnlichkeit der Mittlern

und Upston, Whar ton und Johnson solltecS nicht fehlen: hier ist oder eben die Frage, warumwir keine Shakespeare und Spenser gehabthaben?

Der Strich romantischer Denkart laust über Eu-ropa; wie nun aber über Deutschland besonders?Kann man beweisen, daß es wirklich seine Lieblings-Helden, Ori ginalsujets, National - und Kindermy-thologien gehabt und mit eignem Gepräge bearbeitethabe? Parcival, Melusine, Magellone,Artus, die Ritter von der Tafelrunde, dieNolandsmährchen sind fremdes Gut; solltendie Deutschen denn von jeher bestimmt gewesen seyn,nur zu übersetzen, nur nachzuahmen? Unser Helden-buch singt von Dietrich, von dem aber auchalle Nordländer singen; wie weit hinauf zieht sichs,daß dieser Held deutsch oder romanisch ist besungenworden? Gehört er uns zu, wie Roland, Ar-thur, Fingal, Achill, Aeneas andern Na-tionen? Noch bei Hastings sangen die Angel-sachsen the Horne-Child, dessen Sage noch inder Harleysehen Sammlung zu Oxford liegt:wo ist er her? wie weit ist er unser? Ich freuemich unendlich auf die Arbeiten eines gelehrtenjungen Mannes in diesem Felde, dem ich bei kriti-schem Scharfsinn zugleich völlige Toleranz jeder Sitte,Zeit und Denkart zur Muse und dann die Bi-bliotheken zu Rom, Oxfort, Wien, Sr.Gallen, im Eskurial u. f. zu Gefährtenwünschte. Nittcraeist der Mittlern Zeiten, in wel-chem Pallaste würdest du weben!