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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
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,8 II. Aehnlichkeit der Mittlern

gingen; wie? wäre Alles was dcrt ist, nur Pfaffen-zeug? in dem großen noch ungenutzten Vorrath keine*weiteren Fragmente, Wegweiser, Winke? endlich auchohne dergleichen, wie wäre uns Deutschen dasStudium dieser Sprache, Poesie und Literatur nütz-lich!

Hiezu aber, wo sind äussere AmAunterungen undGelegenheiten? Wie weit stehen wir, in Anlässender Art, den Engländern nach ! Unsre P a r k c r, Se l-dcil, Spelmann, Whelok, Hickes, wo sindsie? wo sind sie jetzo? Stußcns Plan zur wohl-feilern Ausgabe der Angelsachsen kam nicht zu Stande:Lindenbrogs angelsächsisches Glossarium liegt un-gedruckt und wie viel haben wir Deutsche noch amStamm unsrer eignen Sprache zu thun, ehe wirunsre Nebensproßlinge pflegen und darauf das Unseresuchen. Wie manches liegt noch in der kaiserlichenBibliothek, das man kaum dem Titel nach kennet!und wie manche Zeit dürste noch hingehn, ehe esuns im Mindstei^ zu Statten kommt, daß deutschesBlut auf so viel europäischen Thronen herrschet!

Hurd hat den Ursprung und die Gestalt derMittlern Ritterpoesie aus dem damaligen ZustandeEuropens in einigen Stücken gut, obwohl nichtsminder als vollständig, erkläret. Es war Feudal-Verfassung, die nachher Ritterzeit gebar, unddie die Vorrede unsers aufgeputztcn Heldenbuchs imMährchenton von Niesen, Zwergen, Unthieren undWürmern sehr wahr schildert. Mir ist noch keineGeschichte bekannt, wo diese Verfassung recht charak-teristisch für Deutschlands Poesie, Sitten und Denkart

behan-