42 I. Ueber Osstan
oder wenn er schließt:
Die laß man liegen immerhinSie Habens keinen Frommen!
Wir wollen danken Gott darin,
Sein Wort ist wieder kommen,
Der Sommer ist hart für der ThürDer Winter ist vergangen.
Die Gartenblumen gehn hcrfür;
Der das har angefangen,
Der wird es auch vollenden —'
so wollte ich fragen, wie viele unsre neuern Lieder-dichter dergleichen Strophen, (ich sage nicht demInhalt, sondern der Art nach) gemacht haben? undwie viele habe» Luthern verbessert?
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Auch Sie beklagcns, daß die Romanze, dieseursprünglich so edle und fcycrliche Dichtart Key unSzu Nichts, als zum Niedrigkomischcn und Aben-theucrlichcn gebraucht, oder vielmehr gcmißbrauchtwerde; — ich beklage es gewiß mit: denn wie wah-rer, tiefer und daurender ist das Vergnügen, daseine sauste oder rührende Romanze, des alten Eng-lands oder der Provenzalen, und eine neuere deut-sche , voll niedrigen abgebrauchten , pöbelhaften Spot-tes und Wortwitzes, nachlaßt. Aber noch sonder-barer ists, daß in dieser letzten Gestalt die Romanzeuns fast nur bekannt geworden zu seyn scheint.