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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
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und die Lieder der allen Völker. 43

Gleim sang seine Marianne so schönich sage, er sang sie schön: denn eigentlich ist dasStück eine alte französische Romanze, die Sie, wiemich dünkt, in dem neuen Lkoix des komanossancisnnss ei modernes finden werden und sosang man ihm nach. Seine beiden andern Stückeneigten sich ins Komische; die Nachsingcr stürzten sichmit ganzem plumpen Leibe hinein, und so haben wirjetzt eine Menge des Zeugs, und alle nach einemSchlage, und alle in der uncigentlichsten Romanzenart,und fast alle so gemein, so sehr auf ein Einmaligeslesen daß, nach weniger Zeit, wir fast Nichts wie-der, als die Glcimschen, übrig haben werden.

Dazu kommt nun noch das, daß die wenigen frem-den, die übersetzt sind, so schlecht übersetzt sind, (ichführe Ihnen nur die fchöne R 0 semunde, undAlkanzor und Aaide an,) und da der Ton nunEinmal gegeben ist: so singt man fort, und verfehltalso den ganzen Nutzen, den für unser jetziges Zeitalterdiese Dichtart haben konnte, nemlich unsre lyri-schen Gesänge, Oden, Lieder, und wie mansic sonst nennt, etwas zu verein faltigen, aneinfachere Gegenstände und edlere Behandlung dersel-ben zu gewöhnen, kurz, uns von so manchem drü-ckenden Schmuck zu befreien, der uns jetzt fast Gesetzgeworden.

Sehen Sie, in welcher gekünstelten, übcrladncn,gothischen Manier die neuern sogenannten philosophi-schen und pindarischen Oden der Engländer sind, dieihnen als Meisterstücke gelten! Von Gray, vonAkenside, von Mason u. s. w. ob sie wohl inihrem Sylbenmaß oder Inhalt, oder Einkleidung die