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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
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I. Uebcr Ossia»

Todtenlied.

Wehe mir, daß ich deinen Sih anfehen soll,der nun leer ist!" *)

Der Grönländer befolgt die feinsten Gesetze vomSchweben der Elegie, die auch

irrt, doch nicht verwirret!

und von wem hat er sie gelernct? Sollte es mit denGesetzen der Ode, des Liedes nicht eben so scyn? undwenn sie in der Natur der Einbildung liegen, wensind sie nöthig zu lehren? wem möglich zu fassen,der nur dieselbe Einbildung hat? Alle Gesängedes A. T., Lieder, Elegien, Orakelstückc der Pro-pheten sind voll davon, und die sollten doch kaumpoetische Uebungen feyn.'

Selbst einen allgemeinen Satz, eine abgezogeneWahrheit kann ein lebendiges Volk im Liede, imGesänge, nicht anders als auch so lebendig undkühn behandeln: es weiß von der Lehrart und demGange eines dogmatischen Locus nicht, und es schlaftgewiß ein, wenn es denselben geführt werden soll.Sehen Sie in den mehr angefübrten D o d s l e lo-schen ksUguss die alten moralischen Stücke an:

Imart to ms a LiwAcioni is u. s. w. sie brechenimmer in ihrem lyrischen Gange nur die Blumenihrer Moral, und kommen, da hier kein sichtbarerGegenstand, keine aneinander Hangende Geschichteund Handlung der Einbildung und dem Gedächtnisvorschwebet, jenem immer durch Anwendung, diesem

*) Steht in dieser Sammlung.