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I. Ucbcr Ossian
kcsten Grunde in dcn stärksten, heftigsten Stellender tragischen Leidenschaft, dort insonderheit in leicht-sinnigen Liedern, hier am meisten in dcn gedrunge-nen Blank-Versen haben Sie cs da nicht oft be-merkt, wie schädlich es uns Deutschen sey, daß wirkeine Elisionen haben, oder uns machen wollen?Unsre Vorfahren haben sie häufig und zu häufig ge-habt: die Engländer mit ihren Artikeln, mit den
Vokalen bei unbedeutenden Wörtern, Partikeln u.s. w. haben sie zur Regel gemacht: die innere Be-
schaffenheit beider .Sprachen ist in diesem Stückeganz einerlei: uns quälen diese schleppende Artikel,
Partikeln u. s. w. oft so sehr, und hindern denGang des Sinns oder der Leidenschaft — aber werunter uns wird zu elidiren wagen? Unsre Kunstrich-tcr zahlen ja Sylbcn, und können so gut skandi-rcn! Sie also, der kein Kunstrichter ist, erlaubenSie mir wenigstens in dergleichen Fallen, mich frei-herrlichermaßen des Zeichens (') bedienen zu können,nach bestem Belieben.
„Woher anscheinend einfältige Völker sich an„dergleichen kühne Sprünge und Wendungen haben„gewöhnen können?" Gewöhnen wäre immer dasLeichteste zu erklären : denn wozu kann man sich nichtgewöhnen, wenn man nichts anders hat und kennet?