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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
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I. Ucbcr Ossiair

bekannt, die an Lebhaftigkeit und sskhythmus, Nai-vität und Starke der Sprache vielen derselben nichts'nachaeben würden; nur wer ist, der sie sammle, dersich um sic bekümmre? sich um Lieder des Volksbekümmrc, aus Straßen, Gassen und Fischmarkt.n?im ungelehrten Rundgesange des Landvolks? umLieder, die oft nicht skandirt, und osc schlecht ge-reimt sind wer wollte sic sammle» ? > wer fürunsre Kritiker, die ja so gut Sylbcn zahlen undskandircn können, drucken lassen? Lieber lesen wir,nur zum Zeitvertreib, unsre neuern schöngedrucktenDichter. Laß die Franzosen ihre alten Osiaii-«vnz sammle»! Laß Engländer ihre alten LonZs,Balladen und Romanzen in prächtigen Banden her-ausgebcn! Laß in Deutschland etwa den einzigenLessing sich um die Logaus, Scultetus undBarde ngesangc bekümmern! Unsre neuen Dich-ter sind ja besser gedruckt und schöner zu lesen;allenfalls lassen wir noch aus Opitz, Flemming,Gryphius Stücke abdrucken. Der Rest deraltern, der wahren Volksstücke, mag mit der soge-nannten täglich verbreiteter» Kultur ganz unterge-ben , wie schon solche Schätze untergegangcn sindwir haben ja Metaphysik und Dogmatiken und Ak-ten und träumen ruhig hin. --

Und doch, glauben Sie nur, daß, wenn wirin unfern Provinzialliedern, jeder in seiner Pro?vinz, nachsuchtcn, wir vielleicht noch Stücke zu-sammen brächten, vielleicht die Halste der Dods-lcyischcn Sammlung von Keckignes, oder die der-selben beinahe an Werth gleich käme! Bei wie

vielen