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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
Entstehung
Seite
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I. Ucbcr Ossian

Gedichte so viel Sichtbares 'vom^crsten Wurf ha-ben: Jakobi, dessen Verse nur sanfte Unterhal,

tungcn des Moments werden, und andre, die dieSache freilich nachher bis zu jeder Nachlässigkeit über-trieben haben. Ramler, glaube ich, sucht beideArten zu verbinden, ob freilich die erste, die Aus-gedachte , bcy ibm ungleich sichtbarer ist. Wielandsucht sie zu verbinden, ob er gleich immer doch mehraus dem Fach der Weltkenntnis; seines Herzens zuschreiben scheint; Ecrstenberg zu verbindenund überhaupt verbindet sie in gewissem Maaßc jederglückliche Kopf: denn so entfernt beide Arten im An-fänge scheinen; so wenig ein Genie sich der Art desandern aus dem Stegreife bemächtigen kann: sokommen sie doch endlich beydc überein; lange undstark und lebendig gedacht, oder schnell und wirksamempfunden im Punkt der'Thatigkeit wird beydesimgwornptn, oder bekömmt die Festigkeit, Wahr-heit, Lebhaftigkeit und Sicherheit desselben, und das nur das ists, was ich sagen wollte. Was ließensich aber auch nur aus dem für große, reiche Wahr-heiten der Erziehung, der Bildung, der Unterwei-sung ziehen! Was ließen sich überhaupt aus dieserProportion oder Disproportion des erkennenden undempfindenden Theils unsrer Seele für psychologischeund praktische Anmerkungen machen! Aber Siemüssen auf meine Psychologie über Ossian warten!

Ich bleibe hier in meinem Felde. Da die Ge-dichte der alten und wilden Volker so sehr aus un-mittelbarer Gegenwart, aus unmittelbarer Begeiste-rung der Sinne und der Einbildung entstehen, unddoch so viel Würfe, so viel Sprünge haben: so hak