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I. Ucbcr Ossian
Gedichte so viel Sichtbares 'vom^crsten Wurf ha-ben: Jakobi, dessen Verse nur sanfte Unterhal,
tungcn des Moments werden, und andre, die dieSache freilich nachher bis zu jeder Nachlässigkeit über-trieben haben. Ramler, glaube ich, sucht beideArten zu verbinden, ob freilich die erste, die Aus-gedachte , bcy ibm ungleich sichtbarer ist. Wielandsucht sie zu verbinden, ob er gleich immer doch mehraus dem Fach der Weltkenntnis; seines Herzens zuschreiben scheint; Ecrstenberg zu verbinden —und überhaupt verbindet sie in gewissem Maaßc jederglückliche Kopf: denn so entfernt beide Arten im An-fänge scheinen; so wenig ein Genie sich der Art desandern aus dem Stegreife bemächtigen kann: sokommen sie doch endlich beydc überein; lange undstark und lebendig gedacht, oder schnell und wirksamempfunden — im Punkt der'Thatigkeit wird beydesimgwornptn, oder bekömmt die Festigkeit, Wahr-heit, Lebhaftigkeit und Sicherheit desselben, und das— nur das ists, was ich sagen wollte. Was ließensich aber auch nur aus dem für große, reiche Wahr-heiten der Erziehung, der Bildung, der Unterwei-sung ziehen! Was ließen sich überhaupt aus dieserProportion oder Disproportion des erkennenden undempfindenden Theils unsrer Seele für psychologischeund praktische Anmerkungen machen! — Aber Siemüssen auf meine Psychologie über Ossian warten!
Ich bleibe hier in meinem Felde. Da die Ge-dichte der alten und wilden Volker so sehr aus un-mittelbarer Gegenwart, aus unmittelbarer Begeiste-rung der Sinne und der Einbildung entstehen, unddoch so viel Würfe, so viel Sprünge haben: so hak