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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
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und die Lieber der eilten Völker.

Gegenstände zu dichten, über die sich nichts denken,noch weniger sinne», noch weniger imeiginirenläßt; Leidenschaften zu erkünsteln, die wir nicht ha-ben, Scelcnkrafte nnchzuahmcn, die wir nicht be-sitzen und endlich wurde Alles Falschheit, Schwa-che, und Künstcley. Selbst jeder beste Kopf wardverwirret und vcrlohr Festigkeit des Auges und derHand, Sicherheit des Gedankens und des Ausdrucks;mitbin die wahre Lebhaftigkeit und Wahrheit undAndringlichkcit. Alles ging vcrlohren. Die Dicht-kunst, die die siürmendste, sicherste Tochter dermenschlichen Seele scyn sollte, ward die üngewisseste,lahmste, wankendste: die Gedichte, fein oft corrigirteKnaben- und Schulexcrcitien. Und frcylich, wenndas der Begriff unsrer Zeit ist, so wollen wir auchin den alten Stücken immer mehr Kunst als Naturbewundern, finden also in ihnen bald zu viel, baldzu wenig, nachdem uns der Kopf steht, finden sel-ten was in ihnen singt, den Geist der Na-tur. Homer und Ossian, wenn sie auf-leben und sich lesen, sich rühmen hören sollten, wür-den mehr als zu oft über das erstaunen , was ihnengegeben und genommen, angekünstelt, und wiederumin ihnen nicht gefühlt wird.

Freylich sind unsre Seelen heut zu Tage durchlange Generationen und Erziehung von Jugend aufanders gebildet. Wir sehen und fühlen kaum mehr,sondern denken und grübeln nur; wir dichten nicht überund in lebendiger Welt, im Sturm und im Zusam-menstrom solcher Gegenstände, solcher Empfindungen ;sondern erkünsteln uns entweder Thema, oder dieArt, das Thema zu behandeln, oder gar bcydes