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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
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I. Ucbcr Ossian

Küster, Halbgclehrte, Apotheker und alle, die denGelehrten durchs Haus laufen, und nichts erbeuten,als daß sic endlich, wie Sbakespear's Launce-lots, -Polizepdiener, und Todtengräber, uneigen,unbestimmt, und wie in der letzten Todesvcrwirrungsprechen diese gelehrte Leute, was wären die ge-gen die Wilden? Wer noch bei) uns Spurenvon dieser Festigkeit finden will, der suche sie janicht Key solchen; unverdorbne Kinder, Frauen-zimmer, Männer von gutem Naturverstande, mehrdurch Thätigkeit, als Spekulation gebildet, die sindalsdann die einzigen und besten Redner unsrer Zeit.

In der alten Zeit aber waren cs Dichter, Skal-'den, Gelehrte, die eben diese Sicherheit und Festig-keit des Ausdrucks am meisten mit Würde, mit Wohl-klang, mit Schönheit zu paaren wußten; und da siealso Seele und Mund in den festen Bund gebrachthatten, sich einander nicht zu verwirren, sondernzu unterstützen, bevzuhclfen: so entstanden daher jenefür uns halbe Wunderwerke von «o,c5se?, Sängern,Barden, Minstrels, wie die größten Dichter der äfitesten Zeiten waren. Homers Rhapsodien undOssi ans Lieder waren gleichsam irnpnar»p>tus,weil man damals noch von Nichts als irnpromptusder Rede wußte: dem letzten: sind die Minstrels,

wiewohl so schwach und entfernt, gefolgt; indessendoch gefolgt; bis endlich die Kunst kam und dieNatur auslöschkc. In fremden Sprachen quälteman sich von Jugend auf Quantitäten von Sylbenkennen zu lernen, die uns nicht mehr Ohr und Na-tur zu fühlen gibt: nach Regeln zu arbeiten, derenwenigste ein Genie als Naturregeln anerkennet; über