und die Lieder der alten Völker. 2Z
trocken seyn: andre Nationen sie so sehr übertreffcn:sie mögen für Nichts als Gesänge nordischer Mci-stersanger oder visstori gelten; — was ich
mit ihnen beweisen will, beweisen sie. Der Geist,der sie erfüllet, die rohe, einfältige, aber große,zaubcrmäßigc, fe»crliche Art, die Tiefe des Ein-drucks, den jedes so starkgesagte Wort macht, undder freye Wurf mit dem der Eindruck gemacht wird,— nur das wollte ich den den alten Völkern, nichtals Seltenheit, als Muster, sondern als Natur an-führen , und darüber also lassen Sie mich reden.
Es ist aus Reiscbcschreibungen bekannt, wie starkund fest sich immer die Wi den ausdrückcn. Immerdie Sache, die sie sagen wollen, sinnlich, klar, le-bendig anschaucnd: den Zweck, zu dem sic reden,unmittelbar und genau fühlend: nicht durch Schat.lenbegriffe, Halbideen und symbolischen Lettcrnver-stand (von dem sic in keinem Worte ihrer Sprache,da sie fast keine akstraota haben, wissen) durch allesdieß nicht zerstreuet: noch minder durch Künstcleycn,sclavische Erwartungen, furchtfamfchleichende Poli-tik , und verwirrende Prameditation verdorben —über alle diese Schwächungen des Geistes seligun-wisscnd, erfassen sie den ganzen Gedanken mit demganzen Worte, und dieß mit jenem. Sie schweigenentweder, oder reden im Moment des Interesse miteiner unvorbcdachten Festigkeit, Sicherheit und Schön-heit, die alle wohlstudierte Europäer allezeit habenbewundern müssen, und — müssen bleiben lassen.Unsre Pedanten, die alles vorher zusammen stop-peln, und auswendig lernen müssen, um alsdannrecht methodisch zu stammeln; unsre Schulmeister,