Druckschrift 
Das natürliche Privat-Recht
Entstehung
Seite
18
Einzelbild herunterladen
 

18

Damit je&octy ba« ©efe& bet; ber genährten Hoffnung, ttunbemerkt ju übertreten, aud) ct;ne Swang aus Jfdjtungfür bie gjftföjt beobadjtet, unb bem alles belebciiben, fegen»reidjen Surufe ber SSilligfeit unb ©fite ©el)i>r gegeben werbe;fo menbet bie effenttidje SScrwattung alle Sorgfalt an. baf)burd) ©rjicbung, burd) ttnterridjt in ben heiligen fieftrenber Steligion, burd) SSolfSlehrer unb anbere jwctfmd'pigeSSittel bie moralifdje SBcrnunft gewertet, unb bie SSür«ger ju fittlidjguten SJtenfdjen gebilbet werben.

§. 10 .

Eben fo erheblich ijf bie fo off »erfannfe 23 e r fd) i e*benbeit ber ©eg en jtanb e unb be§ Umfanges berctl;ifc|>en unb juribifeben ©efefjgebung. SBer bie 9t e l i*gion§.Q)f(id;ten Übertritt, ifi jmar tior feinem @e=wiffen unb ®otte§ ©eridjt üerantwortlid); er unterliegtaber feinem recbtlidjen Swänge, roofern er nid)t au*flleid), Q. SS, burd) fanatifebe Störung einer, jur Au$*Übung ihrer Steligion üerfammelfen, ©emeinbe) biefJtecbte anberer berietet. SBer bie < 3 elbfipfliebten(burcf) Unmaßigfeit, S3erfdiwenbung u. f. rc.) hintanfe^t, jubelt unftttlid); ungerecht aber erft bann, wenner babureb fremben 9ted)ten, ( 5 . 25. ber £>ienßberrfd)aft,ber ©laubiger, ber Angehörigen) 311 nabe tritt. 2 Berbie Pflichten ber ©üte üernacblaffigef, banbeit lieblosunb ttnmoralifeb; ibn jebod) junt SSBobltbun burd) Swangansubalten, .i(t eine, aße grepbeit unb ©efeßigfeit jer*ftorenbe, Ungerecbtigfeif. (Der 23orwanb, bie -Morali*tat gu beforbern, fann in aßen biefen gaßen ben Swangnid)t rechtfertigen. 3 u gefdjweigen, baß mir faum mitSBabrfcbeinlid)feit beurtbeilcn fönnen, ob unfer SDttf*menfd) in einem gegebenen gaße mirflid) unmoralifd)banble ober nidjt, unb baß unfere gute Ab ficht ba§ un-moralifcbe (ungeredite) Mittel nicht ^eiliße« fann-, fo

macht