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Was für Wirkung können Gabe» thun, dieverhandelt und erhandelt werden? Was für Sit-ten kann ein Tempel der Dichtkunst stiften, waWcchslertische und Taubenkcämcr, Recenfenten undOchsenhandler *) ihr Gewerbe treiben? Ihr, Dichterder Vorwelt, Ossi an und Orpheus, erscheintwieder, werdet ihr eure Mitbrüder erkennen? wer-det ihr für die Presse singen, und jetzt in Deutsch-land gedruckte, recensirte, gelobte, elendnachgcahmte Dichter werden? Man verzeihe, daßich Key diesem Aeusscrn verweile; von .solchemAeusscrn hangt das meiste Innere ab. Der Buch-händler kauft und verkauft, erhandelt sich Autor undRecenfenten, bestimmt den Werth seines Meßgutsund nach dem Anklange geht die Stimme fort. Demlieben Deutschland ist alles gleichviel, wenn's in denZeitungen nur gelobt ist. Siegwartund Agath 0 n, Messias und den N 0 tkanker,Wcrthers Leiden und Wcrthers Freudenlieset's mit gleichem Muthe; und das ausländischeGemisch, woher es auch komme, und was für Sit-ten es wirke, bleibt billig im Vorrecht. —
Bey diesem dürftigen Zustande der Leserey ha-ben wir uns über die Dichter und die Sitten, die siewirken wollen, gewiß nicht zu beklagen. Opitzund B r 0 ck e s, Ge l lc rt und Hagedorn, Kleistund Gcßner, Haller und W itthvs sind un-tadelhaft
*) S. die Geschichte Hyeronymus in Nothanke rL1 Th.