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ist: er stutzt, wie ein deutscher Dichter sagt, undhebt die Phantasie— und leimt die Rede insGedächtniß; indessen ists eben auch so gewiß, daß,wenn keine andere Seele, kein höherer Geist weckt,der Reim ein schläfert und mit süssem Ge-klingel sanft betäubet. Wird das Gcmüth mitsogenannten Saamenkörnern der Tugend ü berbäu ftund gleichsam zu dick besäet: so kann nichts auf-gehcn, zumal ja alles allgemein ist, und nichtsseine rechte Stelle findet. Merkt 'man's nunnoch dem Dichter an, daß er Dichter ist, als Nach-tigall sang und als Versifikateur oder artiger mora-lischer Schriftsteller schrieb; so liest man ihn auchals solchen, höret der Nachtigall als Nachtigallzu, läßt ihr seinen Dank widerfahren, und geht nachHause. Bey allen moralischen Dichtungen der Artkommt's also darauf an, wie wir's lesen, ob's unsScherz oder Ernst ist? Und mein! Warum mußtedenn dies, die Hauptbedingung der Kraft auf unsereSitten, warum mußte sie unbestimmt bleiben?Ja warum mußte der Dichter eben durch seine Kunstdurch seine ewige Bequemnisse für unsere Er-go tzl ich keit uns gar überreden, daß cs ihm nurum diese und um Lob dicserhalb zu thun sey ? Löschter nun überdies mit der Einen Hand aus, was ermit der andern schrieb; wie ist uns nun zu Muth?Was sollen wir glauben? Und bey wie vielen Dich-tern , Reimern, Einkleidcrn und Romanschriftstellerninsonderheit, ist gerade das der Fall!
Die Engländer haben zwo Gattungen der Ro-manklasse: die eine ist idealisch, die andere treue