X. Preißschriften.
sche Jdpllenrichtec Racine, Voltaire, der Maklerund Philosoph, herrschen nach angenommenem Gcsell-schaftS.Maasstabe, d. i. sie erleuchten und amusiren.Volta.ire insonderheit, Er, in Poesie Philosophund in Prose Dichter, Er, der große Lehrer un-ser e r Z e i t in leichter Philosophie und Scep-ticismus, der große Verfasser der xisaes kuAiii-vss und der göttlichen pneelle— welche Mangel,welche Bedürfnisse des Jahrhunderts (andererLander bennahe mehr, als- seines eigenen Volks) fü l-let er nicht aus! Wie reine, feste Sitten wa-rens nicht, die er bildet! Als ob heut zu Tage einDichter schriebe, um Sitten zu bilden? Und wozuschreibt er denn? Er suchet Ruhm, er folgt derLaune, er opfert den Götzen des Jahrhunderts, eromusirt. Gutes oder Böses, was daraus komme —was ist dem Dichter gut oder böse?
Meine Absicht ist nicht zu kunstrichtern, sondernzu bezeichne», was mich also dünket. Seit demgoldnen Jahrhunderte Ludwigs wurde die französischePoesie als unterhaltende Gesellschafterinaufgeführct und ist sie das nicht geblieben? DaeEpopee Fcnclons wurde vergesse», höchstensspricht man von ihren B l n m c n: aus O. u inaultweiß man zarte ScntimentS: aus Boilcau Mo-ralen oder ungerechte Streiche; aus la Fontaineschöne Niasericn. -Molicre dichtete als 'großerDichter, dem übrigens alles glei)ch war, was lachenmachte, und jetzt — weiß ich nicht, was man dich-tet. Man wiederholt, man trillert anx Italienstausendmal Einerlei) nach, man bettelt. Geßnec