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k u n ft. Uns bilden Gesetze, Gesellschaften, Meden,Stände, Sorgen der Nahrung: unsre Musen sinddas Vergnügen, und der Apollo derselben die liebeNoth. — Die Poesie ist Literatur: ein Para-dies voll schöner Blumen und lachender Früchte;nur zeugt die schöne Farbe nicht von Güte derselben,noch weniger der süße Geschmack. — Die italieni-sche Poesie war's, die sich zuerst formte. Ihreschöne Sprache, das Land, der Charakter der Nation,ihre Verfassung, die mithelfenden Künste, trugen bey,daß sie bald und in blühender Gestalt erschien, eineliebliche Blume auf der Römer Grabe, aber nurBlume. Im großen Dante kämpfen noch alle seineLeidenschaften: sein Gedicht ist Umfang seines Her-zens, seiner Seele, seiner Wissenschaft, seines beson-dern und öffentlichen Lebens: er ist noch ein Stammaus dem alten Walde der Frepheit und Mönchswir-kung. — In Petrarca lebt seine Laura, sofern esdie Gesetze des Sonners und des Liedes der Provcn-zalen znlaffcn; seine Mitgehülsen ergaben sich nochmehr der lieben Mythologie oder den ausge-lassenen Sitten des Zeitalters. Im Jahrhun-derte der Medicis ward alles klassisch: manschrieb Latein oder schöne Sonnette und liebliche Stan-zen nach Petrarchs Weise. Ar io st erschien, undder göttliche Ariost schrieb einen Roman zum Ver-gnügen, wo sein Herr und Freund vorzüglich zubewundern hatte, wo er alle solch Zeug hatte aufsin-den können. Er und Tasso lebten von Nachlas-sen der Mittlern Zeiten, weil zu ihren Zeitenwenig Poetisches mehr zu wirken war: die Nachfol-ger im vermehrten Verhältnis. Die Dichtkunst derItaliener ist wie ihre Seele, ein stilles Meer, voll