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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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X. P reiß sch riften.

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Sitten, engem und jedem einzelnen Glieds anschau-lichem Interesse, bey Thate», wo jeder Richter undZeuge seyn konnte, hatte sie gewirkt und geblühet;jetzt zerfloß ihre Flamme in Staaken und Schimmeraus der Erde. Wer konnte übersehen, was ein Fürstwollte? und was für Recht er dazu hatte? Und wennman's konnte, wer wollte, wer dürfte es? WederVolk, noch Dichter. Den freycn politischen Satyrcnder Mittlern Zeiten war der Mund gestopft; aus derMündung der Kanonen flammen keine poetische Tha-ten. Weder Helden, noch Bürger der alten Zeitziehen zu dem meistens entfernten, ungereiztcn undunübersehbaren Kriege; es sind arme Kricgskncchte,die dahin ziehen, und den Landern ist's meistens gleichviel, welchem Oeo ex wiadrinn sie fröhnen unddienen. Die Kriegs - und Friedensposaune lassenalso gern alle neun Musen liegen und beweinen höch-stens Blutvergießen, Hunger, Krankheiten und ge-krankte Rechte der Menschheit, von bey denSeiten.

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Endlich und am meisten, wenn die Sittenund Herzen aller sogenannten g eb ild eten Völkerallmahlig abgegriffene M ü n zen werden, da die Dicht-kunst nur mit Sc Haustücken zu thun haben soll:wie anders, als daß diese auch so werde? fein aus-gearbeitet, bequem und schön, aber meistens ohneInhalt und Werth der alten engen National-dichlkun st. Der meiste Theil ist Scheidemünze,wo das Kupfer durchblickt; den edlen Theil lassen wirungebraucht ruhen, damit er unsre Taschen nicht reiße,oder wandeln ihn schnell in das, was wir nöthigerbrauchen, als Sit teil der alten achten Dicht-

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