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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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X. P reißschristen.

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fähig waren. Schrieb man also für die, so brauchtecs auch keiner poetischen Talente, keiner Kraftund Absicht zur Wirkung. Die Muster der Altenwaren da, schrieb man nur, wie diese, in schonenabgemessenen Zeilen, nach allen, oft sehr elend abge-zogenen aussern Regeln, Geist der Alten mochtese»n, wo er wollte, ein Schreiber klatschte demandern zu :du bist klassisch! ich bin's auch jene,das Volk, sind Barbaren, Pöbel der liebenF ra u M ut tc rsprache, sind verflucht!" Sowurden nun elende, lendenlahme, kraftlose gewählteScharten geheiligt; sie waren der Traum von einemTraume, und wurden Muster. Und so wardDichtkunst nun das laus Ding, das Niemand zu habenund zu gemessen wußte, der Natur, dem Sinne desVolks, seinem Herzen, dem Herzett des Dichtersselbst fremde; und sollten Wunderdinge wirken! Wielange quälte sich Italien mir dieser Nachahmung, undjede andre Nation, im mindern Grade, gerade wievormals im Anfänge die Römer mit dein griechischenSchauspiele. AposroloZeno vermachte den Domi-nikanern in Venedig eine Bibliothek von 4000 Stük-ken, im Geschmack der sogenannte« alten Komö-d i e, die alle in Einem Jahrhundert geschrieben, undalle in demselben Jahrhundert vergessen waren. Mitdem au er spiele gieng's eben so, und Italienhat noch keines. Zeno wandte alles an, die Op etgriechisch zu machen; vonPa sto ra len, von arka-dischen Tand eley cn, die im Geschmack derAlten sepn sollten, wimmelte Italien, und da diesedem Lande, der Zeit, .den Sitten so fremde, zumTheil so unnatürlich waren, auf wen konnten sie