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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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und wnS zur Herrlichkeit dieses Zeitalters gehört, fürgute und nachthcilige Wirkung auf die Sitten Eu-ropens gemacht haben: so ist der Schluß über die

Poesie, die davon sang, ziemlich gleichförmig. Sicgehörte mit zur Pracht und zum Schmuckedieser Aufzüge, Einrichtungen und Abentheuer: dieDichter selbst zogen mit, und waren den Fürsten zurSeite. Bey allem Unförmlichen erhielten diese Ge-sänge und Anstalten de» Geist der Tapferkeit,des Ruhms, der Unternehmung, der An-dacht und Liebe rege. Solche Heere und solchePracht hatte Europa noch nicht gesehen, solche Er-zählungen noch nicht gehöret. Die feindseligsten Na-tionen , Fürsten und Stande wurden Brüder, Chri-sten unter Einer Kreuzesfahne; das harte Band derKnechtschaft sicng an zu erschlaffen, oder hie und daaufgelötet zu werden. Die Kcnnwiß verbreitete sich,das Wunderbare näherte sich schon von ferne derWahrheit: man sicng an zu lesen; auch die sonstnie gelesen hatten, Ritter und Herren lasen diese wun-derbaren, tapfern, andächtigen Geschichten. Schadenur, daß ihre Sprachen für uns so veraltet sind, undwie es der Geist der Sache war, auch die Mundartein Gemisch von Sprachen seyn mußte! Dadurchist für uns die Wirkung, auch wenn die Zeit sichnicht so sehr geändert hatte, großenthcils verloren.

Eine andere Gattung von Poesie aus demselbenStamme und von eben der großen Wirkung aufSitten, war der Minnegesang, die Akademieder Liebe *). Sie waren Blüthen der Galan-

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