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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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ej2o X. P r e i ß sch ri fte n.

liehen in Unternehmung, Religion, Ehre und Liebenach Europa, der sich unvermerkt von Süden immerweiter nach Norden pflanzt.e, mit der christlichen Re-ligion, und zugleich mit dem nordischen Rie-sengeschmack mischte, und einen sonderbarenDruck auf die Sitten der Völker machte, aufdie er flog. Artus und seine Tafelrunde, Karl derGroße und die Pairs von Frankreich, Feen - Nitter-und Nicscngcschichten entstanden: denn der Geist die-ser Völker war zu massiv, als daß er den Duft derarabischen Dichtkunst rein fassen konnte; er mußtemit ihren Ideen vermengt, und gleichsam in Eisund Erz gchüilet werden. Die Araber mit ihren

Stammtafeln haben jene falschen Ableitungen undChronologien erzeugt, von denen die Chroniken derMittlern Zeit voll sind: dies mischte sich bald in dieLegenden, und alles endlich, Mahrchen aus Süden,und die wirklichen Abentheuer und Streifcreyenaus Norden bereiteten den Geist der Kreuzzügenach Orient hin, der so erstaunende Wirkungen inEuropa hervorgebracht hat.

Ueber Begebenheiten, die grosse Blatter aus demBuche des Schicksals sind, sollte man nicht kunst-richtcrn, sondern nur Ursache, Art und Folgen zei-gen. Das Wunderbare ist die einzige Nabrungder Menschen in dem Zustande, da diese Völkerdamals waren: sie standen und staunten, suchten zuumfassen, was sie noch nicht umfassen konnten, undübten damit Geisteskräfte und bereiteten sich zu bes-serer Speise der Wahrkeit. Ueberdies kann ichs nieglauben, daß der männlicheGeist von Unter-nehmung, Frepgebigkeit, Erbarmen, zar-